Vorausschauende Stadtplanung fördert Dekarbonisierung des Verkehrs

  • Eine wachsende Zahl von Städten versucht öffentlicheRäume so umzugestalten, dass diese derBevölkerung nicht mehr nur als Verkehrsraumzur Verfügung stehen. Viele Städte weiten beispielsweiseautofreie Zonen aus. So will NorwegensHauptstadt Oslo ihr Zentrum ab dem Jahr2019 vollständig von Privatautos befreit habenund den aus Flächen- und Ressourcen-Perspektiveineffizienten Kfz-Verkehr im übrigen Stadtgebietum 20 Prozent reduzieren.223


    In Paris wird die Dekarbonisierung des Personenverkehrsmit Hilfe einer systematischenReduktion der Pkw-Stellplätze vorangetrieben.Seit dem Jahr 2003 bis zum Jahr 2013 wurde dieZahl der Parkplätze um kanpp 14 Prozent reduziert,der Pkw-Verkehr ist im gleichen Zeitraumum 20 Prozent gesunken. Der Anteil von mitöffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegten Wegensowie die Länge des Radwegenetzes nahmenim Gegenzug deutlich zu, zusätzlich wurden neueFußgängerzonen in der Stadt errichtet.102


    Auch der Wohnbau spielt bei der notwendigenDekarbonisierung des Personenverkehrs eineentscheidende Rolle. Wenn die Förderung klimaRückbauvon Straßen kann Stau reduzierenNachdem in Seoul eine Stadtautobahn komplett abgerissen wurde, verändertesich nicht nur das Stadtbild, sondern es floss auch der Pkw-Verkehrwieder besser. Im Gegensatz zu vielen Befürchtungen, hatte der Abriss derhochrangigen Straße positive Auswirkungen auf den Stadtverkehr – ein Beispielfür das sogenannte „Braess-Paradoxon“.65,4 Der deutsche MathematikerDietrich Braess erforschte ein erstaunliches Phänomen: In jedem zweitenStraßennetz gibt es mindestens eine Straße, welche die Reisezeiten negativbeeinflusst. Zurückzuführen ist das auf rationale Einzelentscheidungen allerNutzenden. Es ist demnach durchaus möglich, dass es in vielen StädtenStraßen gibt, die den Verkehr alleine durch ihre Existenz verlangsamen.15 Fürdie Verkehrsplanung bedeutet diese Erkenntnis, dass der Abriss von Straßennicht zwangsläufig mehr Stau zur Folge hat. Die positive Auswirkung desStraßenrückbaus auf den Fließverkehr konnte im Jahr 1990 auch in NewYork City beobachtet werden. Nach der Schließung der 42nd Street – dermeistverstopften Straße der Stadt – ließ der Pkw-Verkehr im betreffendenStadtteil beachtlich nach, es gab weniger Verkehr als zuvor.65 In Stuttgartwiederum führte die Eröffnung einer neuen, hochrangigen Straße dazu, dasssich der Verkehrsfluss um den Schlossplatz erheblich verschlechterte.98verträglicher Mobilität bereits bei der Planungberücksichtigt wird, können viele Pkw-Fahrtenobsolet werden. So wurde etwa für die im Jahr1999 fertig gestellte autofreie Mustersiedlung inWien-Floridsdorf das Wiener Garagengesetz geändert,das seither Ausnahmen von der Stellplatzverpflichtungerlaubt. Anstatt des verpflichtendenPkw-Stellplatzes pro Wohneinheit wurden in derTiefgarage Fahrradabstellplätze errichtet. Mitdem Geld, das für die Errichtung der Parkplätzenicht ausgegeben werden musste, wurden gemeinschaftlicheEinrichtungen und Grünanlagenerrichtet.9


    Auch in der Bike City in Wien-Leopoldstadtwurde das Fahrrad schon beim Bau mitgedacht.So gibt es etwa auf jedem Stockwerk Abstellboxen,zusätzlich sind die Aufzüge größer alsStandardmodelle und erlauben die Mitnahme desFahrrads bis vor die eigene Haustür.195


    Rückbau von Straßen kann Stau reduzierenNachdem in Seoul eine Stadtautobahn komplett abgerissen wurde, verändertesich nicht nur das Stadtbild, sondern es floss auch der Pkw-Verkehrwieder besser. Im Gegensatz zu vielen Befürchtungen, hatte der Abriss derhochrangigen Straße positive Auswirkungen auf den Stadtverkehr – ein Beispielfür das sogenannte „Braess-Paradoxon“.65,4 Der deutsche MathematikerDietrich Braess erforschte ein erstaunliches Phänomen: In jedem zweitenStraßennetz gibt es mindestens eine Straße, welche die Reisezeiten negativbeeinflusst. Zurückzuführen ist das auf rationale Einzelentscheidungen allerNutzenden. Es ist demnach durchaus möglich, dass es in vielen StädtenStraßen gibt, die den Verkehr alleine durch ihre Existenz verlangsamen.15 Fürdie Verkehrsplanung bedeutet diese Erkenntnis, dass der Abriss von Straßennicht zwangsläufig mehr Stau zur Folge hat. Die positive Auswirkung desStraßenrückbaus auf den Fließverkehr konnte im Jahr 1990 auch in NewYork City beobachtet werden. Nach der Schließung der 42nd Street – dermeistverstopften Straße der Stadt – ließ der Pkw-Verkehr im betreffendenStadtteil beachtlich nach, es gab weniger Verkehr als zuvor.65 In Stuttgartwiederum führte die Eröffnung einer neuen, hochrangigen Straße dazu, dasssich der Verkehrsfluss um den Schlossplatz erheblich verschlechterte.98


    Zitiert von Seite 36 aus https://www.vcoe.at/themen/per…aet-auf-klimakurs-bringen

    Ich rieche so gut, weil ich zu 80% aus Orangenhaut bestehe!