Ihme-Zentrum - Neuer Zoff: Verwalter droht Zukunftswerkstatt mit Klage

  • Hannover. Erneut Unruhe im Ihme-Zentrum: Dem Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ist jetzt für sein Nachbarschaftszentrum eine Nutzungsuntersagung durch den Rechtsanwalt des Verwalters ins Haus geflattert. Das Nachbarschaftszentrum will mit Kulturveranstaltungen aber auch Bewohner-Cafés und Planungstreffen dazu beitragen, dass Bewegung in die verfahrene Situation kommt. Was möglicherweise nicht allen passt. „Es gibt einzelne Eigentümer, denen der jetzige Zustand lieber ist“, mutmaßt Gerd Runge, Architekt, Mitinitiator der Zukunftswerkstatt und mittlerweile über seine Firma auch Eigentümer der Räumlichkeiten, um die es geht. Es handelt sich dabei um eine Gewerbefläche im zweiten Obergeschoss des Komplexes. „Das ehemalige Büro des Statikers“, erklärt Runge. Zunächst hatte der Verein die Räume gemietet. „Als die Eigentümerin verkaufen wollte, hatten wir schon einiges in Umbauten investiert.“ Also habe er selbst gekauft. Wie üblich war dabei der Verwalter des Ihme-Zentrums, Torsten Jaskulski, beteiligt, wie schon zuvor bei der Abschließung des Mietvertrages. Er habe also genau gewusst, wofür die Räume genutzt würden und keinen Einspruch eingelegt, so Runge. Weshalb die Nutzungsuntersagung irritiere. Neben Workshops und Vorträgen gibt es in der Zukunftswerkstatt unter anderem auch Theateraufführungen und Konzerte. „Aber nur Jazz und Klassik. Wir haben Lautstärketests gemacht und uns mit den Anwohnern besprochen“, beteuert Runge. Beschwerden habe es nie gegeben. Jaskulski aber agiert offenbar im Auftrag von Eigentümern, die sich möglicherweise durch die kulturellen Aktivitäten gestört fühlen könnten. Eine Stellungnahme wollte der Hausverwalter am Dienstag nicht abgeben. Runge vermutet eine offensive Konfliktstrategie. Auch die Fristsetzung – das am 27. Dezember eingegangene Schreiben habe den Vollzug bis zum 29. Dezember, 12 Uhr, verlangt – ziele offenbar auf eine Klage. [i]Von Andreas Krasselt[/i] [i][/i] [url]http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Neuer-Zoff-Verwalter-droht-Zukunftswerkstatt-mit-Klage[/url]

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  • Und [url='http://digital.haz.de/ihmezentrum/']hier[/url] ein spannender Beitrag zum Ihme Zentrum - mit vielen Fotos und Videos - von der HAZ.

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  • Nun hat die Wohnungseigentümergemeinschaft veröffentlicht, warum dem Verein Zukunftswerkstatt eine Nutzungsuntersagung geschickt wurde. Wenn für die Räume nur eine Zulassung als Büro erteilt war, darf sich der Verein natürlich nicht einfach darüber hinwegsetzen. In solche Büroräume kommen durchschnitllich viel weniger Menschen als in Konzert- und Ausstellungsräume. Wenn dann diese Räume am Wochenende noch für private Feierlichkeiten vermietet werden, widerspricht das auch der bestimmungsgemäßen Nutzung. Diese vielen Menschen verbrauchen viel Strom, Wasser oder auch andere Energiekosten, es fällt viel mehr Müll an, Fahrstühle werden vermehrt genutzt - müssen somit häufiger gewartet werden, Rinigungsdienst und Hausmeisterdienste müssen vermehrt tätig werden, ,,,. Die Hausgeldkosten müssten in so einem Fall erhöht werden, da es nicht angegehen kann, dass die Hausgemeinschaft diese Beträge mitträgt. Das kann natürlich erst bei der nächsten Wohnungeigentümerversammlung beraten und beschlossen werden. Doch wenn ich sehe, wie der Umgang untereinander ist, sehe ich persönlich für die Zustimmung zur Nutzungsänderung schwarz. Zumal es bereits Unstimmigkeiten bei der Zahlung des Hausgeldes gegeben hat. Schade, ich fand die Ideen des Vereins Zukunftswerkstatt nicht schlecht. Doch die bestehende große Hausgemeinschaft dabei nicht mitzunehmen, gehört sich für mich nicht. Schließlich gibt es diese Hausgemeinschaft schon länger als den Verein. [url]http://ihme-zentrum-hannover.de/2018/01/09/zoff-im-ihme-zentrum-unterlassungsverfuegung/[/url]

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  • Hierzu gibt es auch noch einen Artikel aus der HAZ vom 03.01.2018 [size=12]Verwalter droht Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum mit Klage[/size] Die Zukunftswerkstatt im Ihme-Zentrum sollte eigentlich die Entwicklung des Komplexes voranbringen. Nun ist aber ein Streit darüber entbrannt. Der Gebäudeverwalter hat den Inhabern der Räume eine Nutzungsuntersagung erteilt. Diese reagieren mit Unverständnis und wollen ihr Kulturprogramm fortsetzen. [b]Hannover[/b]. Kulturelle Veranstaltungen und Vorträge im Ihme-Zentrum sind zum Zankapfel zwischen dem Verein Zukunftswerkstatt und den Inhabern der Räume sowie zwischen dem Verwalter des Ihme-Zentrums, Torsten Jaskulski geworden. Dieser hatte über seinen Rechtsanwalt den Inhabern der Räume eine Nutzungsuntersagung zugestellt. „Es geht um die Nutzung der Räume“, sagt Jaskulski der HAZ. Bei den Räumen handele es sich um „Ladeneinheiten“, dort könnten keine Kulturveranstaltungen dieser Größe stattfinden, erläutert er. Architekt Gerd Runge, der mit 26 anderen die Räume besitzt und sie dem Verein für Veranstaltungen zur Verfügung stellt, reagierte auf das Schreiben des Anwalts verblüfft. Jaskulski habe von Anfang an gewusst, welche Art von Veranstaltungen geplant seien. „Wir können das nicht nachvollziehen“, sagt Runge. Jaskulski selbst bestätigt, bei der Eröffnung der Räume vor einigen Monaten als Gast dabei gewesen zu sein. [size=12]Fühlen sich Anwohner belästigt?[/size] Runge wundert sich auch, dass Jaskulski vor der Klageandrohung nicht das Gespräch gesucht hat. „Normalerweise würde man sich in solch einer Sache doch erst einmal zusammensetzen und sich unterhalten.“ Der Miteigentümer der Räume kann sich auch nicht vorstellen, dass durch die Veranstaltungen Anwohner belästigt worden seien. „So viel können wir hier nicht stören, denn die Flächen rundherum sind leer“, berichtet er. Trotz des Verbots wolle der Verein sein geplantes Programm fortsetzen, so auch die im Januar geplanten Vorträge. Dagegen will Jaskulski offenbar auch nichts unternehmen. Der Verwalter will jetzt eine Entscheidung der Hausgemeinschaft abwarten, die sich voraussichtlich Ende Februar das nächste Mal trifft, abwarten. „Wenn die Gemeinschaft das gut findet, finde ich das auch gut, wenn nicht, haben wir ein Problem“, sagt er. Die Zukunftswerkstatt wurde auf einer rund 230 Quadratmeter großen Fläche im vergangenen Juni in Betrieb genommen. Der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum macht sich für eine nachhaltige und kreative Nutzung des Ihme-Zentrums stark. Die Mitglieder wollen sich für einen Austausch zwischen Bewohnern, Stadt und dem Eigentümer Intown einsetzen. [i]Von Mathias Klein[/i]

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