China will Bürger demnächst in einem Social Credit System bewerten

  • "So wie Alibaba und Amazon wissen, wofür sich ihre Nutzer interessieren und was sie als Nächstes kaufen könnten, will der chinesische Staat aus den Datenspuren seiner Bürger ableiten, wie sie sich in der Vergangenheit verhalten haben und in der Zukunft verhalten könnten und sie nach einem Punktesystem entsprechend bewerten. Wer zum Beispiel über das Internet gesunde Babynahrung bestellt, soll Pluspunkte erhalten. Wer sich hingegen Pornos ansieht oder zu viel Zeit mit Computerspielen verbringt, muss mit Abzügen rechnen. Vorausgesetzt, der Staat bekommt das mit. Die technischen Möglichkeiten dazu hat er jedenfalls. Vorgesehen ist, dass Nutzer mit mindestens 1.300 Punkten die höchste Bewertung AAA erhalten. Wie bei einer Rating-Agentur. Können sie diesen Stand einige Zeit lang halten, sollen sie zur Belohnung vergünstigte Kredite erhalten oder eine bessere Krankenversicherung. Auch bei der Vergabe von Studienplätzen an die eigenen Kinder könnte sich eine hohe Punktzahl positiv auswirken. Wer hingegen unter einen Wert von 600 fällt, landet in der schlechtesten Kategorie D. Betroffene müssen sogar befürchten, ihre Jobs zu verlieren. Über eine Smartphone-App kann sich jeder über den eigenen Punktestand informieren. Aber neben Behörden sollen auch Banken und Arbeitgeber, Vermieter, Einkaufsplattformen, Reiseveranstalter und Fluggesellschaften Einsicht in die Bewertung erhalten." [url]http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-11/china-social-credit-system-buergerbewertung[/url] Neben dem Konsumverhalten (gesunde Babynahrung = positiv, Pornos = negativ), spielt unter anderem das Gesundheitsbewusstein und das Verhalten in der Öffentlichkeit eine Rolle. Das System wird bereits in einigen Provinzen getestet: [url]http://www.deutschlandfunk.de/china-guter-buerger-schlechter-buerger.1773.de.html?dram:article_id=402336[/url] Ich empfehle dazu die Lektüre QualityLand von Mark-Uwe Kling.
    Kleiner Fisch mit großem Teich ;)