Ab 2019: kostenloser Nahverkehr in der Augsburger Innenstadt

  • Die Stadtwerke Augsburg haben in der Stadtratssitzung angekündigt, den Nahverkehr im Augsburger Stadtzentrum für alle kostenlos anzubieten. Das Ziel ist es laut Stadt und Stadtwerke, die Luft in Augsburg sauberer zu machen.

    Von: Veronika Scheidl

    Stand: 17.05.201ß


    Es soll laut Stadtwerken eine "City Zone" geben, die insgesamt acht Haltestellen umfasst. Die Pläne der Stadtwerke sehen vor, dass die Fahrgäste ab Ende 2019 in der City Zone nichts für die Nutzung von Bus und Stadtbahn zahlen müssen. Ziel sei es laut Stadt und Stadtwerke, die Luft in der Innenstadt sauberer zu machen. Mit der in den vergangenen Monaten heftig kritisierten Tarifreform sollen die Pläne nichts zu tun haben.


    Die 2. Bürgermeisterin von Augsburg, Eva Weber, begründete den Vorstoß der Stadt und der Stadtwerke gegenüber dem BR mit der Luftqualität: "Die Städte haben ja die Aufgabe, sich um die Luftreinhaltung in ihren Kommunen zu kümmern, natürlich auch hier in Augsburg. Wir haben hier eine Stelle, in der entsprechend die Grenzwerte auch überschritten wurden." Die Grenzwertüberschreitung in der Augsburger Karlstraße ist Weber zufolge der Grund dafür, dass die Stadt einen Masterplan zur Luftreinhaltung entwickelt hat.

    500.000 Euro für den kostenlosen Nahverkehr

    Die Stadtwerke gehen davon aus, dass sie das kostenlose Angebot jährlich eine halbe Million Euro kosten wird. Diese Kosten sollen mit staatlichen Fördermitteln ausgeglichen werden.


    https://www.br.de/nachrichten/…urger-innenstadt-100.html




    Ich rieche so gut, weil ich zu 80% aus Orangenhaut bestehe!

  • Mal abwarten. Oder besser nicht abwarten, sondern was tun! Und zwar gegen den Autoverkehr. Wann wenn nicht in diesem Moment einer Ankündigung des kostenlosen ÖPNV, ist der richtige Zeitpunkt gleichzeitig auch massive Maßnahmen zur Reduktion des KFZ-Verkehrs anzukündigen und durchzuführen. Fahrspur-Rückbau, Reduktion von Parkplätzen, Reduktion der Höchstgeschwindigkeiten, Anlage von Radwegen, füpr die Autospuren zurückgebaut werden, deutliche Verteuerung der Parkpreise usw.

    Es ist jedoch zu befürchten, dass Augsburg zu blauäugig agiert. Wer glaubt, die Anzahl der PKW reduziere sich ganz von alleine, wenn der ÖPNV kostenfrei sei, der denkt zu kurz. Da gibt es zu einem die Gefahr, dass mehr Fahrten von den Menschen gemacht werden, die gar kein Auto haben, diejenigen die ein Auto habven aber auf keine Fahrten verzichten. Und zum anderen besteht die Gefahr, dass zwar ein Rückgang der PKW-Nutzung eintritt, aber der bald schon wieder "zugefahren" sein wird, weil sich Autofahrer ermuntert fühlen, in die City zu fahren, die es vorher vermieden haben, weil es ihnen da zu voll war.

  • wäre es nicht viel besser, man würde mal etwas gegen hasserfüllte frustrierte intollerante Menschen tun?


    :)

  • Mal etwas tun gegen "hasserfüllte frustrierte intolerante Menschen"? Zum Beipiel gegen Menschen, die mit solchen PKW möglicherweise bald auch in Hannovers Innenstädten unterwegs sein werden: "Luxus-Laster mit Flügeltüren: Lincoln zeigt Studie Navigator Concept" https://www.tz.de/auto/luxus-l…r-concept-zr-6253324.html

    In dem Artikel heißt es: "Das knapp sechs Meter lange Fahrzeug feiert gerade seine Publikumspremiere auf der Motorshow in New York (Publikumstage 25. März bis 3. April). Laut Hersteller gibt die Studie einen "sehr konkreten Ausblick" auf das kommende Serienmodell. Autos von Lincoln werden in Europa nicht von Ford-Vertragshändlern angeboten, können aber aus Nordamerika importiert werden.

    Sowohl die sechs Einzelsitze mit einem aufwendigen Multimedia-Konzept als auch der 3,5 Liter große V6-Motor mit mehr als 294 kW/400 PS hätten bereits eine Freigabe für die Produktion, sagte Ford-Vorstand Mark Fields." Und bekanntlich kommen die Trends aus Amerika ja mit etwas zeitlichem Versatz dann auch in Deutschland zum Tragen.

    Sollten wir da als tolorante Menschen nicht schon mal besser die Straßen etwas verbreitern, die Parkplätze etwas länger und breiter machen und weil dadurch ja welche verlorengehen auch gleich noch neue Parkplätze, Parkhäuser usw. bauen? Und den ÖPNV stellen wir am besten ein?

    Übrigens nur mal so zum Vergleich: Ein Gelenkbus, der bis zu 150 Fahrgästen transportieren kann, der kommt mit rund 350 PS aus.

    Die Verkehrsflächen in der Stadt sind begrenzt "Mausi" und Überlegungen anzustellen, wie sie sinnvoill genutzt werden können, hat nichts mit Intoleranz zu tun, wie du unterstellst.

    Die Polizei hat in Hannover jedenfalls schon reagiert, dass die Autos immerbreiter werden. Bei denen darfst du dich also nicht über einen Mangel an Toleranz beklagen:


    Hier noch mal ein Bild vom SUV mit Freitreppe. Ich befürchte, wenn wir da allzu tolerant sind, dann können wir die Bürgersteige komplett aufheben.

    https://www.motor-talk.de/news…ern-t5639289.html?page=10