Leinewelle: Region will noch in diesem Jahr entscheiden

  • Hannover. Es war – zumindest in der Öffentlichkeit – still geworden um die Leinewelle. Hinter den Kulissen trieben die Verantwortlichkeiten die Planungen für das Surfprojekt jedoch mit Hochdruck voran. Mittlerweile haben sie die Unterlagen für den Wasserrechtsantrag bei der Region eingereicht.


    Diese ist die zentrale Genehmigungsbehörde für das Vorhaben. „Wir haben das Verfahren am 3. Mai eröffnet“, bestätigt Regionssprecher Klaus Abelmann. Ursprünglich war die Region davon ausgegangen, dass ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren notwendig ist. Das sei nun aber nicht der Fall. „Wir gehen davon aus, dass eine Entscheidung noch in diesem Jahr fallen wird“, kündigt Abelmann an.


    Heiko Heybey, einer der Initiatoren der Leinewelle, zeigt sich „sehr optimistisch“, dass diese positiv ausfallen wird. „Wir haben eine Vielzahl von Gutachten vorgelegt, mit denen wir aus unserer Sicht zeigen konnten, dass nichts einer Verwirklichung des Projektes entgegenstehen sollte“, sagt Heybey.


    Im Juni soll außerdem der Bezirksrat Mitte über einen Vertrag des Leinewellenvereins mit der Stadt abstimmen. In diesem soll es zum Beispiel darum gehen, zu welchen Tageszeiten der Surfbetrieb stattfinden darf. Außerdem ist er notwendig, weil der Stadt die Flächen gehören, die für die Einrichtung der Surfanlage geplant sind.


    Diese soll im Bereich des Flohmarkt-Parkplatzes entstehen, wo die Stadt bereits eine Treppenanlage zum Wasser gebaut hat – allerdings schon bevor die Pläne für die Leinewelle bekannt wurden.


    Dort soll eine hydraulische Anlage installiert werden, die verschiedene Wellen erzeugen kann. Für geübte Surfer sowie für Anfänger, außerdem für Kanufahrer. Unter anderem müsste dafür ein Technikraum gebaut werden. Und surfen dürften aus rechtlichen Gründen nur Vereinsmitglieder sowie deren Gäste. Die Surfzeiten sollen jeweils auf der Homepage des Vereins veröffentlicht werden, der dafür Aufsichtspersonal stellen müsste. Sie würden auch vom Wasserstand sowie der Jahreszeit abhängen.


    Zumindest aus dem Bezirksrat Mitte sind die Signale bereits positiv. Die Leinewelle sei „auf der Zielgeraden“, verkündete Bezirksbürgermeisterin Cornelia Kupsch (CDU) auf der Sitzung am Montag.


    Zu den Kosten des Surfprojektes will Initiator Heybey derzeit noch nichts sagen. „Diese hängen auch davon ab, welche Auflagen wir im Rahmen der Genehmigung der Region erfüllen müssten“, sagt er. Sollte die Politik den Vertrag mit der Stadt genehmigen, sei das aber bereits „ein wichtiges Zeichen, mit dem wir gezielt Sponsoren ansprechen können“.


    http://epaper.neuepresse.de/#!…011800/NP20180516/8089684

    Ich rieche so gut, weil ich zu 80% aus Orangenhaut bestehe!

  • ... und ich dachte, dass Thema wäre schon wieder vom Tisch.


    Aber irgendwie blöd, dass dann nur Vereinsmitglieder (und deren Gäste) in den Genuss kommen, die Leinewelle zu nutzen.


    Wenn man auf Durchreise ist oder es erst nur mal probieren will... ?! Da werden ja sicher auch interessierte von weiter her mal vorbei schauen. Zumindest am Anfang.