Passagier 23 (Samstag, 27. Oktober 2018, 19:30 - 22:30)

  • hekse hat einen neuen Termin erstellt:

    Ich rieche so gut, weil ich zu 80% aus Orangenhaut bestehe!

  • Hier ein kurzer Bericht, wie mir das Stück gefallen hat:



    Ich habe das Buch nicht gelesen, daher wusste ich nicht, was mich erwartet.


    Weltweit verschwinden pro Jahr etwa 23 Personen von Kreuzfahrtschiffen, ohne je wieder aufzutauchen. Sebastian Fitzek benutzt dafür in seinem Roman das fiktive Codewort “Passagier 23”.

    Die Reedereien stellen solche Fälle generell als Selbstmord hin. Aus Kostengründen. Bei allen anderen Ursachen wäre das Schiff gezwungen, einen Hafen anzufahren, damit das Verschwinden untersucht werden kann. Solche Untersuchungen sind langwierige. Es müssen in solchem Fall Entschädigungen an die Mitreisenden gezahlt werden. Die nachfolgenden Fahrten verschieben sich, usw. Das kommt viel zu teuer.


    Obwohl die Frau und der 10-jährige Sohn des Undercover-Ermittlers und Polizeipsychologen Martin Schwartz vor 5 Jahren auf dem Kreuzfahrtschiff “Sultan of the Seas” verschwunden sind, glaubt Schwarz nicht an den Mitnahme-Selbstmord seiner Frau.


    Als er erfährt, dass zum ersten Mal ein “Passagier 23” wieder an Bord aufgetaucht ist, will er den Fall genauer untersuchen. Denn die kleine Anouk Lamar hält bei ihrem Auffinden den Teddy seines verschwundenen Sohnes im Arm.


    Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen, doch er folgt dem Hinweis und wird dabei immer mehr in unheilvolle Ereignisse auf dem Schiff hineingezogen.


    Auf der Bühne wird eine sehr atmosphärische Darstellung von den Unterdecks eines Kreuzfahrtschiffes gezeigt. Man sieht keine luxuriösen Kabinen, keine Bars, keine Swimmingpools, keine Speisesäle oder mit Teppichen ausgelegten Gängen, keine entspannten oder fröhlichen Gäste.

    Das Bühnenbild besteht aus eintönigen, grauen, rostigen Bordwänden und nacktem Fußboden. Im Hintergrund wechselt das Bild. Mal wird ein Bullauge gezeigt, von dem der Blick direkt auf die aufgewühlte See fällt, mal düsterere Gänge.


    Die Geräuschkulisse wirkt sehr echt. Es hallt in den Gängen und Räumen. Man hört, wie die Wellen an den Schiffsrumpf schlagen.


    Die ganzen Szenen finden im Unterdeck oder in Kabinen statt, das gesamte Ambiente ist recht düster.Man sieht verborgene Räume, zu denen normalerweise Passagiere keinen Zugang haben, in denen sich schreckliche Dinge passieren bzw. passiert sind.


    Das ganze Stück ist genial gemacht! Ich liebe es, wenn mit wenigen Mitteln so viele verschiedene Szenen aufgebaut werden. Gut beschriebene Atmosphäre, menschliche Abgründe tun sich auf.


    Das Ende ist sehr überraschend.


    Ich kann nur jedem empfehlen, sich diesen Krimi anzuschauen. Alle Rollen sind doppelt besetzt, jeden Abend spielt ein anderes Ensemble.

    Ich rieche so gut, weil ich zu 80% aus Orangenhaut bestehe!

  • Der Film lief vor ein paar Tagen im Fernsehen. Dort wurden ein paar mehr Handlungsstränge aufgezeigt. Und es gab im Gegensatz zum Theaterstück ein anderes Ende. Ist vielleicht das Ende aus dem Buch. Keine Ahnung - habe ich nicht gelesen. Mir hat das Theaterstück besser gefallen. Die Atmosphäre wirkte da viel dichter. Und weil das Stück so gut angenommen wurde, gibt es eine Verlängerung über die nächsten Monate hinaus. http://www.tribuene-hannover.de/

    Ich rieche so gut, weil ich zu 80% aus Orangenhaut bestehe!

  • In der Regel halten sich Verfilmungen ja nicht 100%ig an das Buch. Von daher gehe ich einfach mal davon aus, dass Bühnenstück viel dichter an der Vorlage ist. Ich habe aber weder das Buch gelesen, noch das Theaterstück oder den Film gesehen.