Industrieseelsorge - Als Pfarrer in der Autostadt

»VW-Krise: Pfarrer soll Mitarbeitern beistehen« titelte die Wolfsburger Allgemeine im November 2015. Gerade war Dirk Wagner als Industrieseelsorger eingeführt worden. Der Zeitpunkt war eher zufällig. Aber der Bedarf erschien jetzt plausibel. In einer Krise häufen sich Sorgen und Unsicherheiten. Auch Fragen nach den Ursachen, nach Schuld und Verantwortung werden untersucht. Das beschäftigt die Leute.

Mitarbeiter und Manager kommen zu Wagner, wenn sie reden wollen. Er ist eine neutrale Anlaufstelle. Auch im Konzern gibt es zahlreiche Hilfsangebote: Vertrauensleute, Clearingstellen, medizinische und psychologische Dienste. Das ist gut. Aber Wagner bietet einen Ort, der nicht zu diesem Kosmos dazu gehört. Was hier besprochen wird, bleibt erstmal außen vor.


Auch wir werden nicht erfahren, was dort besprochen wird. Aber die großen Themen, die typischen Sorgen und Bedrückungen, die Pastor Wagner begegnen, eröffnen einen alternativen Blick auf die moderne industrielle Arbeitswelt: auf die Rückseite von Tüchtigkiet, Effizienz, Leistungsbereitschaft und Optimierung.

Pastor Dirk Wagner war drei Jahrzehnte lang als Vermessungsingenieur in der Bauindustrie tätig, bevor er sich zu einem berufsbegleitenden Theologie-Studium entschloss.


mit

Dirk Wagner (Industriepfarrer, Wolfsburg)


Ort

Bahlsensaal (F 303)

Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover

Welfengarten 1, 30167 Hannover

Stadtbahnen 4/5 bis Leibniz Universität


Abendkasse

4 EUR oder 0 EUR unter 25

Kooperation

Ingenieurkammer Niedersachsen


http://technik-salon.de/2018/05/28/industrieseelsorge.html