D-Tunnel

    • Hey ho.

      Ich hatte mich die Tage, wie wahrscheinlich viele vor mir, auch mal an Dreidecker gewendet wegen Schorse. Zunächst kam die erwartete Bedauernsbekundung, dass es schwierig bei ihm sei, da er ja nur eine andere Meinung vertritt. Warum wir ihn nicht einfach ignorieren würden.

      Daraufhin hab ich etwas weiter ausgeholt, ihm das ganze Psychogram mitgeteilt und dabei von der Sache, in der man ja durchaus anderer Meinung sein können solle, komplett abgesehen. Nun zeigt sich Dreidecker tatsächlich etwas ergriffen, meint zwar weiterhin dass es schwierig bliebe, aber ob ich den Text nicht auf Englisch übersetzen könne, zur Vorlage bei übergeordneten Moderatoren.

      Nun wollte ich mal fragen, ob nicht jemand von uns Leidensgenossen vielleicht total gut Englisch kann, so dass es ihm relativ leicht fallen würde, den Text zu übersetzen? Ich kann zwar Englisch, aber niemals so gut, dass ich bei derart sensibler Materie meine eigenen wohlformulierten Sätze adäquat nachempfinden könnte. Zumindest wäre das für mich eine Heidenarbeit mit vermutlich mangelhaften Ergebnis.

      Die Mail ist durchaus ziemlich lang, kann aber inhaltlich gerafft werden. Veröffentlichen sollte ich sie hier vielleicht nicht gleich. Der Interessierte bekommt sie persönlich.

      Angesichts der Tatsache dass selbst die Würfel-Accounts die angekündigten Sanktionen überlebt haben, ist die Erfolgsaussicht aber wohl wirklich gering.
    • Dumm und Dümmer nerven nicht nur uns.

      ... aber dieses zitat aus dem beitrag der woche ist wirklich vom feinsten:
      ... einmahl nicht weiter so complet "unterntisch" gekerrt wern sondern ...

      ... und der rest ist auch ganz große "kunst" - aber das wollen wir bei SSC ja nicht schreiben :roll:
    • Es ist ja jetzt schon einige Zeit her, dass dieser Thread begonnen wurde. Inzwischen sind die Bauarbeiten am Projekt Zehn Siebzehn in vollem Gange. Das Projekt Zehn Siebzehn, der oberirdische barrierefreie Ausbau der Stadtbahnlinien 10 und 17 mit Hochbahnsteigen in der Innenstadt ist quasi das Ergebnis des Diskussionsprozesses, auf den dieser Thread hier aufmerksam macht.

      Leider haben sich einige Diskussionsbeteiligte in dieser Diskussion derartig "versteift", dass zum Beispiel das Kommunalwahlprogramm der Piratenpartei ganz seltsame Blüten treibt: "Alternativ schlagen wir vor, die Linie aus Ahlem über die existierenden Trassen am Goetheplatz und in der Humboldtstraße in den Stadtbahntunnel Waterloo ­Hauptbahnhof ("A-­Tunnel") zu führen und damit den oberirdischen Streckenabschnitt Goetheplatz ­ Hauptbahnhof ­ Aegi komplett zu ersetzen." *1)

      Im Klartext: Die oberirdische Linienführung der Linien 10 und 17 wird ab Goetheplatz komplett gestrichen. Wer zum Beispiel mit der 10 aus Richtung Ahlem zum Steintor fährt, der müsste sich das zukünftig abschminken, bzw. kucken, wie er stattdessen dahin käme, wenn er die Piraten wählte. Siehe Seite 20 im Kommunalwahlprogramm der Piratenpartei Hannover von 2011. Daran hat sich trotzdem mit Projekt Zehn Siebzehn inzwischen erfolgreich ein Kompromiss zur Zukunft der sogenannten D-Linie erzielt wurde, bei den Piraten nichts geändert: "Piraten wollen D-Linie ... ausbremsen", titelte die HAZ am 29.6.2016 und schreibt dazu: "Kommunalwahlkampf bei den Piraten in Hannover: Die Partei will den Ausbau der D-Linie stoppen, ..." *2)

      *1) wiki.piratenpartei.de/wiki/ima…ramm-hannover-kwnds11.pdf *2) haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/…destens-zwei-Sitze-im-Rat
    • Das mit dem Wahlprogramm der Piratenpartei hat mich auf die Idee gebracht, mal zu schauen, was zum Beispiel die CDU in diese Richtung zur Kommunalwahl am 11. September 2016 so fordert. Am zurückliegenden Wochenende hatte die CDU ja zu einer "zünftigen" Verabschiedung des Wahlprogramms ins Festzelt auf dem Schützenplatz geladen. ""Das passt zu uns", sagte Regionsvorsitzender Hendrik Hoppenstedt, "das Zelt steht für Fröhlichkeit und Bodenständigkeit."" *1) berichtete die HAZ, heute, Mo., 4.7.2016 darüber. Ob vor lauter "Fröhlichkeit und Bodenständigkeit" auch noch ein bisschen Ernsthaftigkeit dabei vertreten war? Zumindest wurde der D-Tunnel in dem HAZ-Bericht mit keinem Wort erwähnt. Obwohl von der CDU in den vergangenen Jahre mitunter sehr scharf gegen den oberirdischen barrierefreien Ausbau der Stadtbahnlinien 10 und 17 gewettert wurde. Mit einer wirklich besseren Idee als dem oberirdischen Ausbau können die Christdemokraten offensichtlich nicht wirklich aufwarten. Aber vielleicht war ja auch die Kritik an Projekt Zehn Siebzehn nie wirklich so richtig ernst gemeint gewesen. Oder hat der Verzicht auf die Forderung nach dem D-Tunnel etwas mit der im Schützenfestzelt lautstark verkündeten Abgrenzungsstrategie gegenüber der AfD zu tun? Die fordern vollmundig den Bau des D-Tunnels an Stelle des bereits längst begonnenen oberirdischen Ausbaus der Stadtbahnlinien 10 und 17. "Vor kostspieligen Wünschen schreckt die AfD nicht zurück. So fordert sie etwa, den oberirdischen Ausbau der D-Linie zu stoppen und eine Tunnellösung anzustreben. Der Tunnel dürfe nicht nur bis zum Hauptbahnhof führen, sondern müsse weitergegraben werden bis tief hinein in die Südstadt. Endhaltepunkt wäre der Bismarckbahnhof. Das koste nur ein paar Millionen Euro mehr, meint König...", schreibt die HAZ vom 12. 6. 16 *2) Es wäre daher schon komisch, wenn AfD und CDU Seit an Seit den D-Tunnel forderten. Nach Abgrenzung sähe das nicht aus! *1) HAZ haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/…er-Uestra-im-Wahlprogramm *2) HAZ haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/…-Kommunalwahl-in-Hannover
    • @Jeannie: Geht es hier um eine sachliche Diskussion zur D-Linie oder nur darum, Deine Meinung zu bestimmten Parteien kund zu tun und das Thema "D-Linie" nur als Vorwand zu nehmen? Die Tunnellösung ist nicht neu und nicht erst eine Idee von AfD oder CDU, auch wenn der Anteil der Anhänger für diese Variante in den beiden Parteien vielleicht etwas höher ist. Und daraus eine politische Verwandschaft abzuleiten ("... AfD und CDU Seit an Seit ...") ist schon sehr gewagt!

      Die Baukosten für die oberirdische Variante liegen entgegen der ursprünglichen Schätzung inzwischen wesentlich höher und werden final wahrscheinlich auf Höhe der unterirdischen Variante sein. Vorteile für die oberirdische Streckenführung nur minimal. Dichtes Verkehrsaufkommen, Kurven, Ampeln etc. im Innenstadtbereich lassen sich nunmal nicht beseitigen und führen zwangsläufig dazu, dass ein zügiges Tempo nicht möglich ist. Als U-Bahn hingegen würde ein richtiger Zeitvorteil entstehen. Das wäre sicherlich für viele Leute auch ein Anreiz, vom PKW auf ÖPNV umzusteigen.

      Was mir oft auffällt: Die Leute, die am meisten gegen den KFZ-Verkehr wettern, blocken auch gerne, wenn es um effiziente ÖPNV-Lösungen geht.

      Der konsequente Ausbau als U-Bahn bietet irgendwann vielleicht auch die Möglichkeit, eine Trasse vollständig unterirdisch zu führen. Damit wäre die Voraussetzung für einen automatisierten Betrieb gegeben, also ohne Fahrer. Das ist inzwischen ausgereifte Technik und in vielen Städten im Einsatz. Die höheren Baukosten können dann langfristig durch niedrigere Personalkosten kompensiert werden. Aber für solche Visionen ist die hannoversche Denke in der lokalen Politik zu sehr kleinstädtisch geprägt.
    • Espressofreak schrieb:

      @Jeannie: Geht es hier um eine sachliche Diskussion zur D-Linie oder nur darum, Deine Meinung zu bestimmten Parteien kund zu tun und das Thema "D-Linie" nur als Vorwand zu nehmen? Die Tunnellösung ist nicht neu und nicht erst eine Idee von AfD oder CDU, auch wenn der Anteil der Anhänger für diese Variante in den beiden Parteien vielleicht etwas höher ist. Und daraus eine politische Verwandschaft abzuleiten ("... AfD und CDU Seit an Seit ...") ist schon sehr gewagt!

      Ich fürchte du hast mich da falsch verstanden. Zwar äußerte die CDU in der Vergangenheit häufiger schon Kritik am oberirdischen Ausbau der Stadtbahnlinien 10 und 17 und bisweilen erwägte die CDU auch schon mal den Bau des D-Tunnels (allerdings stets nur als "Fernziel"). Im aktuell laufenden Kommunalwahlkampf habe ich allerdings den Eindruck gewonnen, dass die CDU nicht so tut, als sei der D-Tunnel preisgünstig und schnell umsetzbar. Und damit grenzt sie sich erfreulich deutlich von der AfD ab! Ich sehe die CDU also gerade nicht "Seit an Seit" mit der populistisch agitierenden AfD, was du ja "als sehr gewagt" bezeichnest.

      Derweil wird das Thema D-Tunnel von der AfD "ausgeschlachtet": "Vor kostspieligen Wünschen schreckt die AfD nicht zurück. So fordert sie etwa, den oberirdischen Ausbau der D-Linie zu stoppen und eine Tunnellösung anzustreben. Der Tunnel dürfe nicht nur bis zum Hauptbahnhof führen, sondern müsse weitergegraben werden bis tief hinein in die Südstadt. Endhaltepunkt wäre der Bismarckbahnhof. Das koste nur ein paar Millionen Euro mehr, meint Hannovers AfD-Chef Jörn König, hätte aber einen großen Nutzen für den öffentlichen Nahverkehr." haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/…-Kommunalwahl-in-Hannover Das ist freilich eine völlig abwegige Aussage, da es auf der Hand liegt, dass ein Tunnelbau für die Linien 10 und 17 um ein Vielfaches teurer ist als der oberirdische barrierefreie Ausbau.

      Und auf einen Tunnelbau in der Südstadt wurde in den 90er-Jahren ebenfalls nicht zuletzt aus Kostengründen verzichtet, als die Stadtbahnlinie 6 und damit der Kronsberg ab Pferdeturm (genauer ab Freundallee) an den bereits vorhandenen C-Tunnel angeschlossen wurde.

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    • Der Kommunalwahlkampf bringt es an den Tag:
      Die Forderungen der sog. D-Tunnel-Initiative werden Eins zu Eins von den am übelsten populistisch agitierenden Parteien kolportiert. (Oder verhält es sich genau umgekehrt?)
      Allen voran fordern "Die Hannoveraner" und die "AfD" weitere Stadtbahntunnel zu bauen, um für den Autoverkehr mehr Verkehrsfläche bereit zu stellen und so ein angebliches "Verkehrschaos" zu verhindern. Dass damit der Autoverkehr in der Stadt und die damit verbundenen Lärm- und Abgasbelastung sowie die Unfallgefahren dramatisch ansteigen, nehmen diese Parteien billigend in Kauf. Der AfD-Spitzenkandidat missbrauchte diese für die städtische Lebensqualität wichtige Frage sogar für eine Attacke gegen die EU: Ein Austritt aus der EU, so König beim HAZ-Forum zur Kommunalwahl, würde die Umweltprobleme sofort beseitigen, denn die seien ohnehin nur eine Erfindung der EU, ohne wissenschaftliche Grundlage.
      Die Piraten argumentieren in dieser Frage leider ähnlich populistisch. Zwar fordern sie nicht den EU-Austritt, um Verkehrsprobleme zu lösen, aber die von den Piraten erhobene Forderung nach einem konsequenten Ampelrückbau verbunden mit einem gleichzeitigen Stadtbahn-Tunnelausbau, würde nicht nur die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer gefährden, sondern zugleich die Verkehrsprobleme drastisch verschärfen. Den von den Piraten erhofften "vernünftigen Autofahrer", der aus eigenem Verantwortungsbewusstsein heraus sich stets rücksichtsvoll gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern verhält, wenn man erstmal damit aufhört, ihn mit "bösen Ampeln" zu quälen, kann ich nicht erkennen.
      Dass die Stadt sich mit weiteren Tunnelbauten hoffnungslos bis über beide Ohren verschulden würde, wird glatt ignoriert. Bei den Vertretern der "Tunnel-Parteien", AfD, Die Hannoveraner und Piratenpartei, hat die Propaganda der D-Tunnel-Initiative ganze Arbeit geleistet, so dass sie glauben, Tunnel würden vom Bund finanziert, ohne dass der Stadt daraus finanzielle Belastungen entstehen. Dass die Stadt Hannover heute noch an der Zinslast für millionenschwere Kredite für die vor 40 Jahren eröffnete U-Bahn knapst, spielt für die "Tunnel-Parteien" keine Rolle.

      Die CDU hält sich dagegen beim Tunnelausbau auffällig zurück. Zwar fordert sie vom Wähler per Großplakat die "Quittung für Rot-Grün", die laut CDU aufgrund der angeblichen "Kostenexplosion" bei der D-Linie fällig sei, aber realistischerweise fordert die CDU nicht im gleichen Atemzug den Bau des D-Tunnels, wohl wissend, dass genügend Wähler ihre sieben Sinne hinreichend beisammen haben, um zu erkennen, dass ein solcher D-Tunnelbau nicht nur eine behauptete, sondern eine echte dramatische Kostenexplosion zur Folge hätte!

      Sollte das Wahlergebnis für die Regionsversammlung keine Neuauflage von Rot-Grün zulassen, sondern es zu einer großen Koalition aus CDU und SPD kommen, darf man gespannt darauf sein, wie die sogenannte "D-Tunnel-Initiative" ihre Verschwörungstheorien umschreibt. Die Grünen, also die aus Sicht der "Tunnelfreunde" Haupt-Verantwortlichen für die Abkehr vom U-Bahn-Ausbau, die angeblich "die SPD am Nasenring durch die Manege führen" würden, fielen dann ja weg, als die "böse Buben".

      Der Kommunalwahlkampf bringt es an den Tag: Geht es um billigen Populismus, dann kann die D-Tunnel-Initiative es locker mit den "Hannoveranern", der AfD und den Piraten aufnehmen!
    • Und wenn man schon dachte, schlimmer geht's nimmer: Die Freien Wähler setzen noch eins oben drauf: leineweserland.files.wordpress…gion_din_a1-d-tunnel1.png
      "Vorhandene Tunnel und Stationen am Raschplatz und Steintor nutzen.", heißt es auf der angegebenen Seite im Wahlkampfflyer der Freien Wähler. Die Freien Wähler gehen offensichtlich davon aus, dass all das, was die AfD, "Die Hannoveraner" und die Piraten an Tunnelstrecken und Tunnelstationen erst noch bauen wollen, bereits fertig gebaut ist.
      Vielleicht könnte mal jemand die Freien Wähler darüber aufklären, dass alle vorhandenen Tunnelstrecken genutzt werden. Eigentlich wäre das ja eine klassische Aufgabe der sogenannten D-Tunnel-Initiative. Auch gibt es keine fertige Tunnelstationen, die eben mal so einfach in Betrieb gehen könnten. Lediglich am Hauptbahnhof gibt es in Minus-3-Lage eine Station im Rohbau-Zustand, also eine nackte Betonhalle. Am Steintor ist es nur ein Drittel einer Station, dür die ein Beton-Hohlraum geschaffen wurde.
    • Ein erster Kommunalwahl-Rückblick

      Die unermüdliche Agitationsarbeit der D-Tunnel-Initiative (Stichwort: Rot-Grün sind die Totengräber des Stadtbahnsystems) hat sich letztlich nicht ausgezahlt. Selbst am Samstag vor der Wahl versuchten die Tunnelfreunde an ihrem Stand in der Fußgängerzone noch massiv einseitig die Wähler zu beeinflussen mit ihrer absurden Verschwörungstheorie des angeblichen Erpressungsversuches der Grünen gegenüber der SPD, die in der Phantasie der Tunnel-Freunde "am Nasenring durch die Manege geführt werde".

      Zwar haben die Parteien, die vehement für weitere U-Bahn-Tunnelbauten eintreten, ihre Wahlergebnisse behaupten können, bzw. hohe Wahlergebnisse erzielt (AfD in der Regionswahl über 10 %). Aber das hat wohl hauptsächlich mit der Angst-Kampagne dieser Parteien gegen Überfremdung zu tun. Hat also letztlich bundespolitische Ursachen, insbesondere dürfte der "Geschwisterstreit" der Christdemokraten mit den Christsozialen eine ausschlaggebende Rolle spielen!
    • Ich denke auch, dass die D-Tunnel Problematik kaum eine Rolle gespielt hat. Die bundespolitischen Themen haben alles überlagert. Ich glaube, dass die allerwenigstens sich mit den kommunalpolitischen Vorstellungen der Parteien beschäftigt haben. Auch einzelen Kandidaten wurden wohl eher weniger angekreuzt. Ich vermute, dass meistens nur die Gesamtliste der Partei angekreuzt wurde.
    • PausHannover schrieb:

      Ich denke auch, dass die D-Tunnel Problematik kaum eine Rolle gespielt hat. Die bundespolitischen Themen haben alles überlagert. Ich glaube, dass die allerwenigstens sich mit den kommunalpolitischen Vorstellungen der Parteien beschäftigt haben. Auch einzelen Kandidaten wurden wohl eher weniger angekreuzt. Ich vermute, dass meistens nur die Gesamtliste der Partei angekreuzt wurde.
      Das schätze ich fast genau so ein.
      Interessant ist allerdings, dass HAZ und NP sowohl vor der Wahl als auch nach der Wahl in einem fort, sowohl das D-Tunnel Thema, als auch das Steintor-Thema, in einer völlig übertriebenen Art und Weise dramatisierten und immer noch dramatisieren. Bei einem weniger nüchternen Beobachter, der das was HAZ und NP darüber schreiben für bare Münze nimmt, könnte der Eindruck entstehen, diese beiden Themen, seien wahlentscheidend gewesen, bzw. spielten jetzt die Hauptrolle, wenn es darum geht über die zukünftige Zusammenarbeit im Rat zu entscheiden.

      Daher noch mal die Fakten:
      Über ÖPNV-Fragen entscheidet die Regionsversammlung! Dort ist anscheinend die schwarz-rote Koalition unter Dach und Fach. Und die CDU wird voraussichtlich nicht versuchen in irgendeiner Weise das D-Tunnel-Thema überhaupt noch mal irgendwie anzusprechen. Denn im Grunde ist die CDU froh, dass rot-grün sich für Projekt Zehn Siebzehn, also den oberirdischen barrierefreien Ausbau entschieden hat. Ein D-Tunnel wäre nämlich auf absehbare Zeit nicht finanzierbar gewesen. Und die zahlreichen Tunnel-Schwüre der CDU hatten nur einen Grund: Die CDU wollte sich abgrenzen von der SPD. Einen Beschluss zur Finanzierung des Tunnels hätte die CDU nämlich in schwere Bedrängnis bei ihren zahlreichen Stammwählern in den ländlichen Gebieten der Region Hannover gebracht. Die hätten sich gefragt, warum Hannover einen sündhaft teuren Tunnel kriegen soll. Dabei gibt es in vielen Kommunen der Region Hannover außerhalb der Stadt Hannover noch einen ganz erheblichen Nachholbedarf was ÖPNV-Verbindungen angeht. In manchen Orten fährt nur der Omnibus, und der fährt selbst in den Hauptverkehrszeiten nicht mal stündlich. Für die Stadt-CDU sieht das anders aus: Die haben mindestens ebenso un-"heilige" Tunnelschwüre getätigt. Aber die waren sowieso niemals in der Lage dafür die Hand zu heben, weil die Region und nicht die Stadt über ÖPNV-Fragen entscheidet. Also ebenfalls reine Wahlkampftaktik.

      Die Bebauung des Steintors, über die die Stadt entscheidet, war aus CDU-Sicht nur deshalb von Bedeutung, weil sie glaubte, damit punkten zu können, dass sie sich von ihrem eigenen Beschluss für die Bebauung des Steintors absetzen könnte. Das begründete sie damit, dass durch die Bebauung angeblich die D-Tunnelpläne vernichtet worden wären. Was erstens nicht stimmt und zweitens kaum jemand ernstlich interessiert, da ja längst der Beschluss zum oberirdischen barrierefreien Ausbau gefasst war.
      Spannend wird es sein, zu beobachten, wie die CDU die Kurve kriegen will, wenn Projekt Zehn Siebzehn abgeschlossen ist und läuft und die Bebauung des Steintors stattfindet. Denn da spricht sehr viel dafür, dass es früher und später auch umgesetzt werden wird.
      Aber der Wähler ist ja vergesslich. Leider. Ich glaube allerdings nicht, dass sich die allerwenigsten Wähler mit kommunalpolitischen Themen beschäftigen. Das sind schon einige, die das tun und auch ganz bewusst zur Wahl gehen. Aber die durchschauen auch die oben geschilderten Ränkespiele. Deshalb habe ich weiter oben geschrieben, "Das schätze ich fast genau so ein." Das Thema Flüchtlinge wurde jedoch von den Rechtspopulisten zu einer Angstkampagne missbraucht. Und den Rechtspopulisten ist es damit gelungen Wähler anzulocken, die sonst möglicherweise zu hause geblieben wären.

      Wären sie nur mal zu hause geblieben! Dann hätte Rot-grün in der Stadt und vermutlich sogar in der Region weiter eine zuverlässige Mehrheit gehabt!
      Und die Zeitung glaubt was Gutes zu tun, wenn sie krampfhaft versucht immer wieder gegen die Steintorbebauung zu wettern, oder Projekt Zehn Siebzehn in ein schlechtes Licht zu rücken. Währenddessen bleiben wirklich wichtige Themen unbeackert. Zum Beispiel die Frage wie die Problematik angepackt werden kann, die viel zu hohe Zahl an Autos in den Städten der Region, insbesondere in der Stadt Hannover, auf einen deutlichen niedrigeren Stand zu bringen.
    • Wer genaueres über die Bauarbeiten zum oberirdischen barrierefreien Ausbau der Linien 10 und 17 erfahren möchte, der erfährt sehr viel aus der Broschüre "Nachbargleis", die als pdf-Datei auf der Internetseite der Infra abrufbar sind:

      infra-hannover.de/wp-content/u…_NachbarGleis_01_2016.pdf
      Mit einem Interview mit Catharina Schubert, Centermanagerin der Ernst-August-Galerie

      infra-hannover.de/wp-content/u…_NachbarGleis_02_2016.pdf
      Mit einem Interview mit Ulf-Birger Franz, Dezernent der Region Hannover für Wirtschaft, Verkehr undBildung

      infra-hannover.de/wp-content/u…hbarGleis-03_2016-web.pdf
      Mit einem Interview mit André Neiß, Vorstandsvorsitzender der üstra
      Dieses Interview ist deshalb besonders interessant, weil sich Neiß mehrfach in der Öffentlichkeit sehr kritisch gegenüber der neuen Linienführung geäußert hatte.

      infra-hannover.de/wp-content/u…hbarGleis-2016_04-web.pdf
      Mit einem Interview mit Jürgen Wendt, der die infra-Baustellen im Projekt Zehn Siebzehn betreut

      infra-hannover.de/wp-content/u…hbarGleis-05_2016-web.pdf
      Mit einem Interview mit Christian Weske vom Fachbereich Verkehr der Region Hannover

      infra-hannover.de/wp-content/u…hbarGleis-06_2017-web.pdf
      Darin wird Gabriella Piu von Trattoria in der Goethestraße vorgestellt. Sie hofft auf eine runderneuerte Goethestraße.
      Außerdem gibt es eine Bildfolge von den Bauarbeiten in der Kurt-Schumacher-Straße im letzten Jahr.

      Auf der Infra-Seite gibt es darüberhinaus Baupläne von den gerade im Umbau befindlichen Straßenabschnitten.
      Aber schaut doch selbst nach: infra-hannover.de/zehnsiebzehn/

      Inzwischen werden bereits die Aufbauten am Hochbahnsteig Rosenstraße und an der neuen Endhaltestelle Raschplatz angefertigt. Ein Baustellen-Besuch lohnt sich!
      Und hier noch ein Bild vom Bau der neuen Kurve vor der Ernst-August-Galerie:
    • Neu

      Ca. 50 Millionen Baukosten. Und wo ist der Mehrwert?

      • Zusätzliche Strecke? Fehlanzeige. Die Strecke ist sogar reduziert, weil der Abschnitt vom Hbf. zum Aegi wegfällt. Eine Verlängerung des neuen Abschnitts über die Berliner Allee Richtung Südstadt, was mal kurz diskutiert wurde, ist ja nicht geplant (das wäre ein Nutzen gewesen).
      • Mehr Kapazität? Können die Bahnen schneller fahren? Nein. Der Bereich vor der EAG ist schon heute ein Engpass. Das wird schlimmer werden, weil die Bahnen in der engen Kurve sehr langsam fahren müssen.
      • Barrierefrei? Das wird erreicht. Wäre aber mit deutlich weniger Kosten zu erreichen gewesen. Und bei einer U-Bahn-Lösung ohnehin eingeschlossen.
      Die U-Bahn-Variante wäre zwar teurer gekommen, hätte aber neben einer höheren Reisegeschwindigkeit deutlich mehr Transportvolumen, was für den überlasteten Streckenabschnitt und der Tatsache, dass das Verkehsaufkommen insgesamt steigt, eine richtige Verbesserung gewesen wäre.

      Es verwundert (das ist aber nicht neu), dass die Partei, die immer so gerne Umweltbewusstsein predigt, sich einer effizienten Lösung verschliesst. Ideologie vor Sachverstand.

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